Am Schauplatz – „Das Bio-Dilemma“

Am Schauplatz – „Das Bio-Dilemma“

Sendehinweis ORF 07.03.19 Am Schauplatz – „Das Bio-Dilemma“

Der Bio-Boom in Österreich ist ungebrochen. Die Konsumenten kaufen gerne und immer mehr Bio-Produkte ein, sagen die Zahlen der AMA. Bereits bei 10% aller Lebensmittel greifen die Konsumenten zur biologischen Version. Drei von vier Bio-Produkten werden über die Supermarktketten verkauft. Bio ist zum Geschäft geworden, einem Geschäft, das immer mehr für Kritik sorgt.

„Wir haben versucht Bio dorthin zu bringen, wo die Österreicher ihren täglichen Einkauf tätigen.

Bio soll für jeden erreichbar sein – das war unsere Vision“, sagt Werner Lampert, Entwickler der zwei erfolgreichsten Bio-Eigenmarken Österreichs. Dieses Ziel, so Lampert, habe man erreicht.

Biologisch gehaltene Milchkühe in einem neu errichteten Stall in der Obersteiermark.

Aber es gibt auch eine Kehrseite des Booms: Bei vielen Bio-Bauern kämen die Gewinne der Handelskonzerne nicht an, klagt die oberösterreichische Bio-Bäuerin Hildegard Kriechbaum. Sie sagt: „Es ist eine Bio-Lüge. Alle glauben, wenn ich das teurere Bio-Produkt kaufe, kommt beim Bauern genug an. Das stimmt aber nicht. Die Wahrheit ist: Wer nicht billig genug produziert, wird von den Handelsketten ausgetauscht.“ Das habe sie bereits mit ihrer Familie selbst erfahren müssen.

GPS-gesteuerter Traktor mit Lenkautomatik auf riesigem Bio-Landwirtschaftsbetrieb.

 

 

 

Auch andere Bio-Landwirte bestätigen den wachsenden Preis- und Konkurrenzdruck. Sie sagen, hinter den Eigenmarken der Konzerne seien sie austauschbar, ohne dass es der Konsument bemerkt.

 

„Der Handel hat mittlerweile eine Macht, dass mir Angst und Bang wird“, sagt der 30-jährige Bio-Bauer Ferdinand Holzner. Er muss seinen kleinen Bio-Betrieb jetzt teilweise schließen, weil er der Konkurrenz aus dem In- und Ausland nicht mehr gewachsen sei.

 

 

Fließband-Produktion Bio-Käse für die Marke „Zurück zum Ursprung“.

 

 

 

Am Schauplatz-Reporterin Kim Kadlec hat sich angesehen, wie das Geschäft mit BIO funktioniert. Sie zeigt, wer vom Bio-Boom profiziert, wer den Konkurrenzkampf verliert und welche Rolle die Konsumenten dabei spielen.

Quelle: oben stehender Text und Bilder ORF

Beiliegende Statistiken wird auch durch die Inhalte im Film bestätigt. Der beiliegende Milchpreismarker aus Deutschland zeigt, dass wir in der Infoblatt MilchMarkerIndex Stand 1.2019 Milchproduktion am Bauernhof keine kostendeckende Preise haben. Die völlig falsch behaupteten 49 % Mehrpreis vom Bauer werden durch die erhöhten Auflagen wettgemacht und ist völlig aus der Luft gegriffen. Noch ärger sind die Behauptungen von Lampert, der von hohen Kosten bei Transport und Logistik spricht. Wen man weiß das besonders im Großhandelsbereich bis zu 80 % Bio Importanteil ist. Das wurde mit dem Blick ins Regal bei Bio aus Chile oder Peru richtiggestellt bzw. wie das Foto von den Essiggurkerl im Anhang bestätigt wie schnell aus indischen Produkten österreichische wird.

Wir danken dem Kamerateam für die realistische Darstellung. Durch die Falschdarstellungen und Marketinggags der Handelsketten kommt es zu diesen katastrophalen Bauernhofschließungen wie die beiliegende Statistik bestätigt.

Genauso wie in Bayern (-93% Bild im Anhang) oder in Zahlen: 1970: 250.000 Milchbetriebe – 2017: 30.000 Milchbetriebe. Die faire Partnerschaft beweist die beiliegende „Statistik Milch“.

admin

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